Schlossliebhaber auf Reisen

Am 19.08.17 zu früher Stunde warteten 42 Turnerinnen auf dem Friedhofparkplatz darauf, dass sich die Türen des Reisecars öffneten. Die Fahrt konnte beginnen. Wie gewöhnlich gab es schon bald den ersten Kaffee-Gipfelihalt. Ungewöhnlich jedoch war die Raststätte, nämlich der Park im Grünen (früherer Wohnsitz des Migros-Gründers Gottlieb Duttweiler) in Rüschlikon. „Ist das nicht die Ortschaft, die zur schönsten der Ostschweiz gekürt wurde?“, diskutierten drei von der Landschaft beeindruckte Turnerinnen.

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In Thun verbrachten die Frauen eine verlängerte Mittagszeit mit Flanieren und Essen. Den Dessert liessen sie sich beim Schloss Schadau schmecken. Satt und zufrieden lehnten sie sich danach in den Carsitzen zurück. Die Reise führte weiter nach Laupen, wo es nebst einem weiteren Schloss, wunderschöne alte Häuser zu bestaunen gab. Um viertel vor fünf, so der Befehl der Reiseleitung, hatten sich alle beim Bahnhof für die angesagte Überraschung zu treffen. Nach einem kurzen Fussmarsch lüftete sich das Geheimnis. Neben dem Haus stand ein grosses Schild: „Schienenvelos“. Nach einer Instruktion erhielten je vier Frauen ein Gefährt. Zwei konnten es sich auf der Stoffbank bequem machen, während die äusseren beiden das schweisstreibendeTreten auf etwas harten Sätteln übernahmen. Nach 4.5 km und vier Strassenüberquerungen endeten die Gleise an einem Picknickplatz. Dort wurden die schweren Schienenvelos gewendet und nach einer ausgiebigen Pause ging die Fahrt zurück nach Laupen. Im Hotel Flamatt wurden die 2-er- und 3-er-Zimmer bezogen, ein Nickerchen gemacht oder geduscht um wieder frisch zu werden. Das lang ersehnte Abendessen – alle hatten nach den körperlichen Ertüchtigungen einen Bärenhunger – war mit den frischen Salaten, dem delikaten Hauptgang und der himmlischen Nachspeise ein würdiger Tagesabschluss.

Der Sonntagmorgen begann so gut, wie der Vorabend aufgehört hatte. Das Morgenbuffet liess mit seiner Vielseitigkeit keine Wünsche offen. „Einfach schön gemütlich, einmal so lange beim Zmorgen sitzen zu können!“ Um halb zehn fuhr man schliesslich doch los nach Bulle. Von dort spazierte die Schar durch Wald und Wiesen nach Broc. Bei der Badi gab es feinen Zitronenkuchen und anstelle eines Kaffees ein Schnäpsli, um auf Jasmines Geburtstag anstossen zu können. Die Wanderlustigen nahmen die 2. Wegetappe der Sarine entlang nach Gruyère unter die Füsse, eine kleine Gruppe liess sich von Christoph mit dem Car in die welsche Käsestadt fahren. Wie im Flug verging die Zeit in dem historischen Städtchen, das auch an diesem Sonntag von vielen Touristen überschwemmt wurde. Ohne alles gesehen zu haben verliessen die Frauen vom KTV die Westschweiz um noch bei Tageslicht ins nicht gar so berühmte aber nicht weniger geliebte Oberriet heimzukehren.