Langlaufweekend 26./27. Januar 2008

-- by Joël Mattle (Text) & Markus Wenk (Photos)

Tja meine lieben Damen und Herren, ob sie es glauben oder nicht. Ich habe die Ehre ihnen von einen Ereignis zu berichten. Einem Ereignis, das sich mittlerweile einen fixen Platz in der Agenda des KTV erkämpft hat. Das Langlaufweekend im Engadin, dem einzigartigen Alpenlängstal, das als Langlauf-Mekka gilt.

Auch dieses Jahr war den Ansturm so gross, dass wiederum bei weitem nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden konnten…….

Hmm…. ein psychisch hervorgerufener Appell an meine eigene Vernunft sagt mir: Schluss mit diesen masslosen Übertreibungen! Gehen wir zur richtigen Berichterstattung über:

Zweiter Versuch:

Auch dieses Jahr fanden sich wieder 12 Langläuferinnen und Langläufer am Friedhofparkplatz ein. Für die einen bedeutete das Wochenende eine Auflockerung im Wintertraining, die anderen nutzten die Kompetenz unserer J&S Leiter Markus und Claudia um diese interessante Sportart von Grund auf zu erlernen.

Die Fahrt über den Julierpass nach Pontresina verlief auch Dank dem Zwischenhalt in Savognin ohne Probleme. Dort angekommen ging es bereits auf die traumhafte Loipe. In verschiedenen technischen Blocks wurde die Technik behandelt.

Nach dem Mittagsessen wartete die erste grössere Herausforderung auf die Teilnehmer. Das Ziel lautete Morteratsch-Gletscher. Zuerst stieg die Loipe durch den Wald relativ stark an. Die restlichen Kilometer waren dann aber umso schöner. Während sich die einen im gemütlichen Restaurant verweilten, "kraxelten" die anderen noch bis an die Gletscherzunge heran. Manch einer wünschte sich während des Aufstiegs er könnte am Rad der Zeit drehen. Denn vor 100 Jahren betrug die Distanz zur Zunge weniger als die Hälfte.
So spielte der Klimawandel dem einen oder anderen einen kleinen Streich. Die Abfahrt jedoch entschädigte für jegliche Strapazen. Mit einem Affenzahn ging's talwärts.

Einige hatten noch nicht genug und begaben sich auf eine lockere Joggingrunde ins Val Rosegg. Währenddessen pufften sich die anderen in der Jugendherberge ein. Rückblickend lässt sich sagen, dass man sich während des ganzen Weekends nur zum Schlafen in vier Wänden aufhielt. Die restliche Zeit wurde unter freiem Himmel zugebracht.

Nach einer deliziösen Meisterleistung des Kochs ging es abermals aus dem Haus. Wir spazierten durch die Nacht in Richtung Val Rosegg und dann in den Dorfkern von Pontresina. Hier gönnten wir uns zwei Mussestunden in einer Bar. Auch wenn sich die Beine für einen Augenblick ausruhen konnten, für die Hirnzellen galt dies noch lange nicht. Sie wurden beim Städterätsel aufs Ärgste beansprucht, wenn nicht sogar malträtiert. Schliesslich gingen Michael und Joel knapp als Sieger hervor, dicht gefolgt von den beiden Teams "DolSab" und "HelRem". Wie dem auch sei, schnellere Latten hatten die beiden am nächsten Tag deshalb nicht.

Relativ früh für die Verhältnisse des KTV ging man zu Bett. Touristenort heisst eben nicht gleich Partyort. Eine Feststellung die wir bei eigenem Leibe erfahren mussten.

Die lange Nachtruhe war aber nicht fehl am Platze, denn der Sonntag hatte es in sich. Das Vormittagsprogramm beinhaltete verschiedene Spiele und Stafetten, wobei eine Américaine den Abschluss bildete bei der alle ganz schön aus der Puste kamen.

Dann teilten die Leiter die Gruppe. Während die Fortgeschrittenen die bekannte Stazerwald-Abfahrt besichtigten und befuhren, liefen die anderen Richtung Flugplatz Samedan. Die zweite Gruppe geriet an besagter Stelle in einen fürchterlichen Orkan. Es wurden Windstärken von 130 km/h gemessen. Man stelle sich einmal dieses Bild vor. Stiebender Schnee und mittendrin ein paar KTVler die gegen den Wind kämpfen. Beste Werbung! Beim wohlverdienten Pizzaessen in Pontresina neigte sich auch die diesjährige Edition des Langlaufweekend dem Ende zu.

Herzlichen Dank an Claudia Hasler und Markus Wenk für die hervorragende Organisation , ihren wertvollen Einsatz zugunsten unserer Langlauftechnik und dem Spass den alle dabei hatten. Bis zum nächsten Jahr!