Turnerfahrt Aktivriege, 15./16. September 2007

--by Joël Mattle

Die diesjährige Turnerfahrt wurde von Linsenwasser, einer Alphüttenparty, einer herrlichen Bergsicht und einem unanfechtbar musikalischen Junggesellen geprägt. Doch alles schön der Reihe nach…

Mit innigem Drang zu grossen Taten trafen sich am Samstag 15. September sechzehn hochmotivierte Turner und eine (!) fresche (!!) Turnerin, die den Kerlen in nichts nachstand in der Krone Oberriet. Bald brach man auch auf, denn es lag eine beachtliche Strecke vor uns. Getrieben von Romans Verlangen nach Linsenwasser, erklimmten wir die Serpentinen von Kobelwald. Manch einer sah mit Schweisstropfen an der Stirn schon zur Kristallhöhle hinauf und dachte an die Strapazen die noch bevorstanden. Unser Vize-Weltmeister hatte jedoch da etwas einzuwenden. Er lud uns an seinen Tisch zu Speis und Trank, dies nach nicht mal 200 Höhenmeter, das konnte ja heiter werden.

 

Irgendwann musste man doch ans Aufbrechen denken und wir nahmen Kurs auf den Holzrhoden-Strüssler. Hier angekommen erfreuten sich die Aktivriegler an Käse, Brot und Weisswein. Auch die ersten faulen Sprüche durften natürlich nicht fehlen. Da man den Montlinger-Schwamm schon fast riechen konnte, fiel auch die 3. Etappe niemandem schwer, obwohl man fast rannte. So verweilte man eine weitere Runde auf der Sonnenterasse mit herrlichem Blick auf das Unterrheintal.

Plötzlich meldete sich ein Turner zu Wort und warf lautstark das Wort "Aufbruch" in die Runde. Bald waren wieder alle auf den Beinen und schon trottete die Truppe Richtung Respass. Hier durfte natürlich ein Gipfeltrunk nicht fehlen, zur Freude eines Wanderers der auch noch ein Gläschen abbekam.

 

Die nächste Station lässt sich von einem durchschnittlich ortskundigen Durchschnittsbürger unschwer erraten: Risi. Die weitbekannte Renner-Beiz in Alpstein wo man die grössten Portionen bekommt und die besten Jässe klopft. Wir wurden nicht enttäuscht waren alle satt und im Molotoff hatte es nur so Punkte gehagelt (gäll Röschi).

Nach dieser längeren Pause war das Tagesziel schon in greifbarer Nähe. Trotz eines kleinen Umweges erreichten alle den Rohrsattel und der Abstieg in unser Nachtquartier konnte beginnen. Hier wurden wir von Uschi und Heidi mit Käshörnli und einem feinen Salat verwöhnt. Ein aufmerksamer Umgebungsmusterer stellte fest, das noch eine anderer Turnverein (eher Fitnessgruppe) anwesend war. Im Laufe des Abends stellte sich nämlich heraus, dass sich in oben besagter Fitnessgruppe einige Partybremsen befanden, was uns jedoch nicht störte. Trotzdem war der Abend nicht frei von Störfaktoren. Als nach Mitternacht die erfreulichen Handorgelkläge verstummten, machte sich unser angeblich musikalischter Turner selbst ans Werk. Das Resultat: totale Fehlanzeige mit schrägen Tönen bis zum Umfallen. Während die einen von diesen Klägen bereits ins Bett getrieben wurden, festete der harte Kern noch bis in die Morgenstunden weiter.

 

Erstaunlich, dass jene Gesichter die zuletzt ins Bett gingen (gingen sie überhaupt?), auch wieder zuerst am Morgen zu sehen waren. Ich liess mich belehren: "Echte Turner eben." Das währschafte Morgenessen brachte wieder Schwung in den Tag und auch floss wieder Energie in den Rängen des KTV. Diese war nicht fehl am Platz, denn es wartete der Rohrsattel und der Kasten. Während sich die einen heraufquälten, sassen die einen bereits in der improvisierten Beiz bei der Grossbaustelle Hoher Kasten. Wer sich am Bagger störte, wurde von der herrlichen Aussicht entschädigt.

Anschliessend folgte der Abstieg in den Montliger Schwamm, wo abermals eine Mahlzeit zu sich genommen wurde. Weiter unten, genauer im Stein, offerierten die Eltern unseres Oberturners eine Runde: Herzlichen Dank!

 

Während sich die ersten auf den Heimweg begaben, steuerte der steinharte Kern den Startort an, um den Kreis zu schliessen. Wie sich's gehört.

Herzlichen Dank an Dominik für die tadellose Organisation dieser impressionsreichen und geselligen Turnerfahrt. Bis zum nächsten Jahr!