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by Joël Mattle und Claudia Hasler
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durch die Erfolgsmeldung von Viktor Röthlin aus Osaka machten
sich am Samstagmorgen drei Senioren, drei Nachwuchsathleten
und eine Betreuerin auf den Weg ins Leichtathletikstation Wankdorf.
Im Wankdorf-Stadion in Bern fand integriert in ein C-Meeting
die Schweizermeisterschaften der Senioren statt. In der Leichtathletik
gehört man ab 30 Jahren zu den Senioren. Für den KTV
Oberriet starteten Raphael Ammann, Remo Gächter und Markus
Mattle.
Nach
einer kurzweiligen Fahrt in unsere Landeshauptstadt galt es,
sich anzumelden und die Konkurrenz zu studieren. Kurz darauf
ging es für Raphael Ammann gleich in den 110 Meter Hürden
zur Sache. Nach 80 Metern in seiner Serie vorne, kam er auf
den letzten Metern etwas aus dem Rhythmus und musste die Führung
preisgeben. Trotzdem gelang ihm mit 16.84 eine gute Zeit.
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Für
Rebecca Ammann, die fürs Kugelstossen und den Hochsprung
gemeldet war, und die 800m Läufer Remo Gächter, Pascal
Lüchinger und Joël Mattle blieb genügend Zeit,
um das Stade de Suisse gleich nebenan zu besichtigen und einen
Blick in die integrierten Shops zu werfen. |
| Inzwischen
nahm der zweite junge und gut aussehende Senior, Markus Mattle,
den Speerwurf in Angriff. Aus seinem zweistündigen Wettkampf
resultierte eine Weite von 42.72, der 6. Rang und nur 2 Meter
am Podest vorbei. |
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Langsam
aber sicher kam auch der Wettkampfbeginn des Hochsprungs näher
und Rebecca bereitete sich vor. Unter der Aufsicht von Claudia
und Raphael sprang sie ein. Im Wettkampf lief es ihr aber nicht
ganz nach Wunsch. Mit der Höhe von 1.45 war sie eher unzufrieden,
verständlich bei einer PB von 1.65. Anschliessend an den
Hochsprung absolvierte Rebecca das Kugelstossen. Hier erreichte
sie mit 11.42 eine Weite die sich zeigen lässt und mit
dem 5. Rang in einem starken Feld belohnt wurde. |
| Der
Start für die 800m Läufe war auf 16.00 Uhr angesetzt.
Um 16.00 wären auch alle drei Läufer bereit und geladen
für ihre Taten gewesen. Nun, die Benützung des Konjunktivs
lässt darauf schliessen, dass etwas ganz und gar nicht
so lief wie es sollte. Als im Ziel noch laufend 100m Sprinter
eintrafen, war klar, dass der Zeitplan nicht eingehalten werden
konnte. Wie gross der Rückstand war wusste niemand. So
begann die Zeremonie, die Läufer hassen: Abliegen, Aufstehen,
Steigerungsläufe machen, trinken und möglichst locker
bleiben. Eine Stunde lang. Joël startete schliesslich in
der dritten Serie, obwohl er für die zweite vorgesehen
gewesen wäre. Etwas mit der Serieneinteilung war falsch
gelaufen. Trotzdem konnte er seine Zeit vom letzten Wochenende
mit 2.03.93 bestätigen und war zufrieden. In der vierten
Serie wurden Remo und Pascal auf die zwei Bahnrunden geschickt.
Die erste Runde absolvierten sie hintereinander laufend in 60
Sekunden, dann fehlte jedoch beiden ein wenig die Kraft. Remo
passierte die Ziellinie in 2.07.48 und Pascal in 2.17.82. Remo
hätte sich von der Zeit her sicherlich noch etwas mehr
erhofft, doch in Anbetracht der ungeplanten Wartezeit und dem
erringen des Vize-Schweizermeistertitels in seiner Altersklasse
ist er sehr zufrieden mit dem Resultat. Pascal startete zum
zweiten Mal an einem 800 m Rennen und konnte seine Bestzeit
weiter verbessern. |
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Während
der Wartezeit der Läufer sprang Markus munter in den
Sandkasten. In seiner zweiten Disziplin startete er mehr aus
Plausch und: relativ weit am Stockerl vorbei. Dies steht als
Beweis dafür, dass er sein volles Potenzial nur abrufen
kann, wenn auch die Siegeschance intakt ist. Für Raphael
hingegen ist der Weitsprung eine seiner beiden Disziplinen,
wo er auch vielen jüngeren Athleten noch um die Ohren
springt. Mit 6.05 m wurde er souverän Schweizer Meister
im Weitsprung der Kategorie M40.
Den
krönenden Abschluss bildete der Hochsprung von Raphael.
Er gewann zum zweiten Mal an diesem Tag und erzielte gleich
auch noch die Tagesbesthöhe aller Senioren! Auf der Höhe
von 1.76, an der sich die meisten Konkurrenten schon die Zähne
ausbissen, stieg er routiniert in den Wettkampf und zeigte
allen wo's langgeht. Die Endhöhe betrug schliesslich
1.88, genau gleich hoch wie vor einer Woche in Frauenfeld.
Bravo Raphael!
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| Zur
Gesamtorganisation bleibt zu sagen, dass wir uns allesamt von
einer Schweizermeisterschaft mehr Professionalität erhofft
hatten. So war Joël zuerst als "nicht angetreten"
auf der Rangliste drauf und die Verspätungen zerrten in
diesem Ausmass schon an den Nerven. Auch war es den Organisatoren
zum Schluss unmöglich eine Ehrung auf dem Feld vorzunehmen.
Schade!
Die
KTVler aber liessen sich die Laune nicht nehmen und traten
den Nachhauseweg an. Je nach dem etwas mehr oder weniger zufrieden
mit den Resultaten trafen alle glücklich wieder in Oberriet
ein und ein langer, aber erlebnisreicher Tag ging zu Ende.
Gesamte
Rangliste www.la-bern.ch
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