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"Mit
dem Bus nach Buchs und mit dem Zug nach Zug". So präzise
und gradlinig hat unser Oberturner Remo Gächter die
Reise zum Schweizerischen Turnfest angekündigt. Im
selben Stil wurde auf den Höhepunkt hingearbeitet.
Präzis abgestimmt der Trainings-Fahrplan, gradlinig
die Kommentare und Verbesserungshinweise. Das Resultat darf
sich sehen lassen
Der
Start ins Abenteuer war jedoch wenig verheissungsvoll. Strömender
Regen am Samstagmorgen. Die Sonnenbrille war plötzlich
nicht mehr zuoberst auf der Pack-Prioritätenliste.
Doch pünktlich zur Besammlung um 08.00 Uhr stoppte
der Regen und von da an ging's bergauf. Mit knapp 40 Vereinsmitgliedern
(inkl. Damen- und Frauenriege) war der Friedhofparkplatz
entgegen seinem Namen doch sehr lebendig. Unsere jüngere
Generation hat spontan für Verpflegung (der späteren
Natur) gesorgt. Mit dem bis unter die Haube mit Bier gefüllten
Kinderwagen wurden bei einigen Frauen deren Muttergefühle
ein wenig verwirrt.
In
Zug angekommen wurden zuerst die Unterkünfte und Campingmöglichkeit
besichtigt. Im Anschluss daran musste Remo Gächter
zum Infostand, um unsere gemeldete Stärkeklasse zu
ändern. Wegen verschiedensten Absagen war unser Auftritt
in der gemeldeten 2. Stärkeklasse nicht mehr möglich.
So mussten wir uns in die 3. Stärklasse ummelden.
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Instruktionen vor dem Wettkampf
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Gruppenphoto vor dem Wettkampf
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| Ich
persönlich nützte in diesem Zusammenhang die Gelegenheit
und spreche hier mein Unverständnis aus. Noch nie wurde
in der Geschichte eines Turnfestes so exzessiv informiert.
Begonnen bei der prov. Anmeldung an der Hauptversammlung wurde
praktisch in jeder Turnstunde über den neusten Stand
informiert. Vor ca. 2 Monaten wurde etwa 3 oder 4 Mal namentliche
Einsatzlisten per Mail versandt. Und am Tage X erscheinen
plötzlich Mitglieder nicht, da sie entweder Ferien haben,
nicht von der Arbeit können oder mit sonst irgendwelchen
Begründungen. Man wusste ein halbes Jahr im Voraus von
diesem Termin und es wurde niemand zum Mitmachen gezwungen.
Es gibt akzeptable Entschuldigungen, natürlich, aber
dass was ich hier gesehen und gehört habe, das darf nicht
sein. |
| Zurück
zum Sportlichen. Um 13.40 Uhr wurde der 1. Teil des Sektionswettkampfes
gestartet. Dieser umfasste die Pendelstafette mit 14 Personen
und die Ballstafette mit 8 Personen. In der Pendelstafette
wurde eine überraschend gute Zeit erzielt, welche mit
der Punktzahl 9.46 belohnt wurde. Unsere Leute bei der Ballstafette
hatten im Gegensatz zum letzten Turnfest in Andwil einen richtig
guten Tag. Tolle Zeit, nur ein Fehler was mit einer guten
9.00 goutiert wurde. Amüsant noch der Lauf unserer Sprintkanone
Rico Wüst. Er musste gegen eine Frau antreten. Da beide
den Start machten, hatten sie sozusagen ein 1:1 Duell. Sie
sah schon optisch schnell aus, aber als Rico nach ca. 40 Meter
noch keinen wirklichen Vorsprung hatte, staunten wir nicht
schlecht. Am Schluss hatte er doch ein wenig mehr Stehvermögen
und konnte noch ca. 2 m herausholen. Im Nachhinein wurde bekannt,
dass es sich um die amtierende Schw. Meisterin über 100m
gehandelt hat. Wow, und die hast du stehen lassen - super
Rico!! |

Stefan und Claudia bei der Ballstafette |

Das Kugelstossteam mit sehr guten Stössen |
Der
2. Teil wurde mit den Disziplinen Kugelstossen (8 Personen),
Kettenlauf (8 Personen) und Hochsprung (6 Personen) bestritten.
Beim Kugelstossen konnten die männlichen Teilnehmer von
den enorm stark werfenden Damenvertretung profitieren. Monika
Gschwend und Claudia Hasler warfen über die Höchstnote
10 hinaus. Die anderen 3 Damen waren sehr nahe daran. Und
wiederum sorgte Rico Wüst für Aufsehen. Diesmal
eher der zähnekauenden Art. Seine ersten 2 Versuche setzte
er neben den Sektor und uns drohte eine Null. Noch nervöser
wurden wir, weil er selber keine Erklärung hatte. Nun
galt es einen kontrollierten zurückhaltenden Stoss abzugeben.
Die Weite wurde zur Nebensache, er musste einfach gültig
sein. Dass es dann trotzdem noch eine gute Weite von über
12.50 m gab, zeigt das eigentliche Potenzial auf, was eigentlich
vorhanden gewesen wäre. In Summe ergab dies eine sehr
gute 9.45. |
| Der
Hochsprung war dann ein richtiger Knaller. Raphael Ammann
war leicht angeschlagen ans Turnfest mitgekommen. Sein persönliches
Ziel: kräfteschonend über die Runden zu kommen.
Als er nach bereits 4 Versuchen die 1.90 m übersprungen
hatte, liessen wir ihn zur Ruhe setzen, zumal es im Oberschenkel
schon wieder zu ziehen begann. Man stelle sich vor, was hier
noch möglich gewesen wäre. Thomas Dux zeigte endlich
wieder einmal, was er auf dem Kasten hat. Mit 1.85 m konnte
er voll überzeugen. Ja Thomas, mental muss man eben stark
sein
! Und dann waren da noch unsere 2 Damen. Kerstin
Dietsche und Fränzi Eugster boten einen Wettkampf vom
Feinsten. Beide übersprangen die 1.50 m Marke. Dementsprechend
gross war der Jubel. Somit hatten 4 von 6 startenden Personen
die Höchstnote 10 erreicht. Am Schluss reichte dies zur
super Note 9.50. |

Sehr starke Hochspringerinnen und Hochspringer |

Christof Meier und Martin Koller stellten sich verdankenswerterweise
als Kampfrichter zur Verfügung. Besten Dank! |
Der
Kettenlauf wurde von der Damenriege bestritten. Nach anfänglicher
Unsicherheit über die Zeit und somit über deren
Note war man ein wenig nervös geworden. Als man jedoch
die Note sah, konnte man aufschnaufen. Der Einsatz wurde mit
einer guten 8.24 belohnt. |
| Als
letzten Sektionsteil stand der Weitsprung mit 4, der Schleuderball
mit ebenfalls 4 und der 1000m-Lauf mit 7 Personen auf dem
Programm. Sicherheitshalber wärmten sich 5 Weitspringer
ein. Denn nach wie vor wusste man nicht, ob die Verletzung
von Raphael eine Teilnahme zulässt. Nach dem Einspringen
gab er dann Entwarnung und somit wurde sein Name als 4. Springer
in die Namensliste eingetragen. Anna Herrsche sprang haarscharf
an die Bestnote 10 heran. Kerstin Dietsche sprang weit über
5.00 m hinaus und somit auch weit über die Bestnote.
Thomas Dux zog seine mentale Phase durch und segelte auf sagenhafte
6.40 m. Ebenfalls Bestnote 10. Und Raphael? Just beim Absprung
zum ersten Satz gab's den entscheidenden Zwick. Sprungabbruch
und Landung bei 5.02 m. Wie weiter? Ersatzspringer Markus
Hallauer hatte die Nagelschuhe bereits unter den Armen und
war eigentlich auf dem Weg Richtung Haupttribüne. Nach
kurzer interner Absprache entschloss man sich (ausser Sichtweite
der Kampfrichter), dass Markus als Raphael weiterspringen
soll. Im Anschluss zum Wettkampf gab's ein Interview vom Oberschiedsrichter.
Wer nun wer ist, und wer was gesprungen hat. Es ergab sich,
dass Markus nun offiziell der Raphael war, und der eigentliche
Raphael ein verwirrtes Vereinsmitglied, welches nicht mehr
wusste, dass er hier nicht starten durfte. Hat funktioniert
!
Ok, vielleicht war's ein wenig gemogelt. Andere Vorschläge?
Somit erzielte man hier unsere Tageshöchstnote von 9.73. |

Moni und Mega beim "kügele"
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| Gleichzeitig
fand auch der Schleuderball statt, wo 4 KTVlerinnen Jagd auf
die Note 10 machten. Claudia, Karin, Moni und Tamara zeigten
eine Toppleistung und erzielten mit 9.67 unsere zweithöchsten
Note. |
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Michael,
Raphael und Thomas im Hochsprung
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Der
Abschluss bildete der 1000m Lauf. Angeführt und abgesehen
vom Oldie Roman Mattle hatten wir eine doch junge Truppe im
Einsatz. Die Läufer taten uns schon ein wenig leid. Bei
solch hohen und schwülen Temperaturen einen solchen Effort
zu erbringen. Es war super zu sehen, wie sich alle Vereinsmitglieder
rund um die 400m Bahn verteilt hatten. So hatten die Läufer
praktisch durchgängig Unterstützung. Oberturner
Remo Gächter zeigte erneut seine Kämpferqualitäten
und kam mit einer super Zeit von 2:45 Min. als erster ins
Ziel. Gleich dahinter liefen alle Oberrieter noch unter 03.00
Min. in Ziel. Sackstarke Vorstellung! 2 unserer Youngsters,
Stefan Ammann und Joel Mattle hatten dabei ihre Bestzeit verbessert,
Stefan gleich um glatte 8 Sekunden. Herzliche Gratulation.
Die Verrechnung der Zeiten ergab eine Note von 8.79. |
| Als
Sektionsresultat ergab dies den 2. Platz in der Stärkeklasse
3 mit der sehr guten Note von 27.59. Lediglich 0.65 Punkte
hinter dem Sieger. Angesichts der Umstände eine tolle
Klassierung. An dieser Stelle ein Dank an Oberturner Remo
Gächter. Wir haben die z.T. widrigen Umstände des
Anmeldeprozedere bereits angesprochen. Es braucht schon ein
dickes Fell um all das locker wegstecken zu können und
doch noch mit so viel Elan, Weitsicht und Homor bei der Sache
zu sein. Deshalb ist dein Einsatz noch höher zu honorieren.
Besten Dank Remo! |

Privilegien des Präsidenten??? Rico wird von der späteren
Turnfestsiegerin eingecremt.
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Kerstin, Siegerin in der Kategorie U20
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Der
Wahlmehrkampf war auf den Sonntag Morgen angesetzt. Jedoch
konnte man diesen bereits am Samstag absolvieren. Wer wenig
Einsätze hatte oder schnell zwischen den Sektionsteilen
die eine oder andere Disziplin erledigen will, konnte dies
so machen. Überraschenderweise nutzten sehr wenig dieses
Angebot. So gingen die meisten der 32 Aktivriegler am Sonntagmorgen
mit mehr oder weniger Kopfweh an die Sache ran. Zum Schluss
durften wir erfreulicherweise einen Sieg vermelden. Kerstin
Dietsche hat den Wettkampf der Frauen bis 19 Jahren richtiggehend
dominiert. Mit 20 Punkten!! Vorsprung auf die 2. Klassierte.
Gratulation und Hut ab! |
| Man
stelle sich nun folgende Situation vor. Es war einmal ein
schöner Sonntagmorgen. 32 Aktivriegler des KTV Oberriet
gehen beim Wahlmehrkampf an den Start. 90% erst am Sonntagmorgen.
Von denen hatte eine beachtliche Anzahl das Bett nie zu Gesicht
bekommen. Nach dem Frühstück um 05.30 Uhr wird noch
schnell bei einer befreundeten Riege Platz genommen und das
Wiedersehen ausgiebig mit Bier gefeiert. Danach bittet der
Oberturner zum Wettkampfplatz. Teils Mitglieder verzichten
dankend auf ein Einlaufen resp. Einwärmen. Es werden
Resultate erzielt, welche einem vor Neid erblassen lassen.
Plötzlich werden KTV Aktivriegler Favoriten auf den Gesamtsieg
in ihrer Kategorie. Und am Schluss hat die Riege sagenhafte
17 Medallien ergattert. Und das alles an einem schönen
Sonntagmorgen
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Mäk Mattle, vor dem Bekanntwerden des Gewinners in
der Kategorie 30-40 Jahre, die Hoffnung ist gross, der Sieg
schon fast in der Tasche
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Dann, die grosse Enttäuschung, das kann doch nur ein
Rechnungsfehler sein...
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Vielleicht
ist die Rangierung für den einen oder anderen ein wenig
frustrierend. Vor allem, wenn man den Sieg in Rechnung hatte
(Gell, Mäk Mattle). 1,2,3 - tja, war wohl nicht's :.
Schön war's allemal zu sehen, dass wieder alle vollen
Einsatz gezeigt haben. So macht's Spass! |