Turnerfahrt Aktivriege, 16./17.09.2006

 

--by Michael Bischof

Es gibt viele Anlässe auf die man sich innerhalb eines Jahres besonders freut… Weihnachten, Geburtstag und die Unterhaltung gehören ebenso dazu wie die alljährlich stattfindende Turnerfahrt. Die Tage und Nächte scheinen endlos zu sein bis man sich endlich inmitten unternehmungslustiger Turner bereit zur Abfahrt befindet.

Letzten Samstag war es wieder soweit. Am frühen Morgen stärkten sich 19 Aktivriegler mit Kaffee und Gipfeli um das strenge Wochenende in Angriff zu nehmen. Nach einer kurzen Rede unseres Reiseleiters Stefan, an der nicht nur die Reiseroute bekannt gegeben sondern auch noch nigelnagelneue Gesangsbüchlein ausgeteilt wurden, verteilte man sich auf die zwei organisierten Kleinbusse. Die Reise führte uns zunächst nach Delémont. Kaum angekommen, schloss man auch schon Bekanntschaft mit einer äusserst temperamentvollen Westschweizer Frau. Darum war es wohl einigen gerade recht, dass man diesen seltsamen Ort nach einem schnellen Getränk in Richtung Saignelegier verliess. Dort stand eine Besichtigung bei der BFM (La Brasserie des Franches-Montagnes) auf dem Tagesplan. Da die Aktivriege vor kurzer Zeit bereits begutachteten durfte, wie man „das beste Bier unter der Sonne“ herstellt, war es äusserst interessant anzusehen wie unsere Westschweizer Freunde ihr Bier brauen. Die gesamte Führung wurde in der französischen Sprache abgehalten. Dieser Umstand ermöglichte dem Reiseleiter sich das erste Mal zu etablieren, in dem er sich in der Kunst der Simultanübersetzung versuchte. Gleich nach dem Rundgang ging es zum gemütlicheren Teil über… Gepaart mit dem Verzehr von feiner Wurst und dem „tête de mois“ durfte man die verschiedenen Biersorten degustieren!

Ausgestattet mit diversen Spezialitäten der Brauerei ging es danach weiter nach Mont Vully. Dort angekommen inspizierte man einen Bauernhof, welcher zu später Stunde das „Schlafen im Stroh“ ermöglichen sollte. Unerfreulicherweise hatten einige Katzen ihre Geschmacksnoten in den „Betten“ hinterlassen, sodass so manchem Turner das Schlafen verging. Bevor man jedoch an das Schlafen denken musste, ging es zu Fuss nach Praz, wo man in den Genuss eines herrlichen Viergang-Menüs kam. Da der Abend nach dem Nachtessen noch jung war, schaute man sich nach einem belebten Ort um. Obwohl sie dort die Zutaten für tolle Abende selber brauen können, verstehen sie leider nicht wie man Feste feiert. Die nächste Ortschaft in der etwas los gewesen wäre, lag ausserhalb der Möglichkeiten aller Teilnehmer. Trotzdem hat sich eine kleine Gruppe um ihren Anführer Markus Mattle gesammelt, die verzweifelt eine Fahrgelegenheit nach Murten suchten. Doch das Scheitern dieser Gruppe und die Polizeistunde führten dazu, dass man bereits früh wieder auf dem Bauernhof war, auf dem man sodann den ersten Tag ausklingen liess.

Nachdem man am ersten Tag von strahlendem Sonnenschein begleitet wurde, regnete es den ganzen zweiten Tag. Dies konnte jedoch der guten Stimmung unter den Teilnehmern nichts anhaben.Aufstehen und sich gleich an den Frühstückstisch setzen, so stellt man sich das wahre Leben doch vor… So geschehen an der Turnerfahrt. Nach einem ausgiebigen Frühstück besuchte man die Stadt Murten. Einem Teilnehmer wäre es dabei wohl lieber gewesen man hätte zu diesem Zweck nicht das Schiff genommen. Laut seiner Aussage leidet er entweder unter einer akuten Seekrankheit oder an seinem Frühstück war etwas komisch ;-)! Die Zeit in Murten verging wie im Flug, sodass man schon früh an die Rückfahrt denken musste. Während dieser entblössten einige wilde Jungen ihre Prachtskörper und verzauberten so einige Strassenteilnehmer-/innen…

Zurück in Oberriet dachte der harte Kern noch lange nicht ans nach Hause gehen. Und ob da überhaupt alle angekommen sind, ist bis Redaktionsschluss noch unbekannt…

Was von diesem Wochenende in Erinnerung bleiben wird… zwei Tage voller Wetten, ein seekranker Turner, Stefan`s A6 Vocabulaire mit den wichtigsten Sätzen, das Schlafen im „Katzen“-Stroh, …!

Ein besonderer Dank gilt dieses Mal nicht nur dem Organisator, sondern auch den freiwilligen Fahrern, welche alle Mitglieder gesund hin und zurück gebracht haben!!!

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