Suserturnier Berneck 23.09.2006

 

--by Markus Hallauer

Solider 7. Platz am Suserturner

Heuer galt es unser Glanzresultat vom Vorjahr (2. Platz) zu bestätigen. Wie im damaligen überschwänglichen Bericht bereits vermerkt wurde, gibt's so etwas sehr wahrscheinlich nicht so schnell wieder. Aber versuchen kann man's ja auf alle Fälle mal… In der Zusammensetzung Dani Wüst, Erich Hutter, Daniel Lüchinger, Roland Künzler und meinereiner gingen wir ans Werk.

Den ersten Dämpfer jedoch erhielten wir bereits im Vorfeld, als uns die Gruppenauslosung bekannt gemacht wurde. Ich will ja nicht klagen, aber unglücklicherweise waren wir in die vermutlich deftigste Gruppe des Turniers eingeteilt worden. Es gilt zu sagen, dass in unserer Kategorie 30 Mannschaften in 6 5er-Gruppen antraten. Aber wer gewinnen will muss alle schlagen können. Und so kam der erste Match gegen die Senioren des SVD Diepoldsau. Gegen diese langjährigen Spitzenspieler hatten wir richtig zu beissen. Immer leicht im Rückstand mussten die Diepoldsauer gegen Schluss etwas mehr riskieren und so unterliefen ihnen 2 leichte Fehler, welche wir dankbar annahmen. Dieses Spiel wurde mit 4 Bällen Unterschied gewonnen. Aber bereits hier merkten wir, dass es nicht mehr so flüssig lief wie im letzten Jahr. Es war mehr ein Krampf.

Das nächste Spiel sahen wir als wegweisend an. Gegen die seit Jahren zusammenspielenden 'Eichibuaba' würde es eng werden. Hier war eine Mannschaft mit geballter Faustballdynamik und nationaler Erfahrung am Werk. Und wieder taten wir uns extrem schwer. Trotz toller Aufholjagd gegen Ende des Spiels verloren wir dieses Spiel mit nur einem Ball Unterschied. Somit wäre der Platz in der Finalrunde eigentlich Vergangenheit gewesen. Denn nur die Gruppensieger würden diese bestreiten. Nun gab es scheinbar eine neue Regelung, bei welcher nun auch die 2 besten Gruppenzweiten dieser Finalrunde beiwohnen dürfen. Dies war nun unser neues Ziel. Natürlich bedingte dies, dass wir die nachfolgenden Mannschaften 1. nicht nur gewinnen, sondern 2. auch noch mit hoher Differenz. Gegen den STV Balgach gelang uns das relativ gut und wir gewannen mit 13 Bällen Differenz. Danach mussten wir gegen den FB Montlingen ran. Eigentlich unser Angstgegner. Man weiss nie mit welcher Mannschaft sie antreten und sind daher extrem unberechenbar. Diesmal aber hatten wir das bessere Ende und gewannen ebenfalls relativ deutlich. Doch wie schon vorher lief's nicht wirklich rund. Jeder Ball musste erkämpft werden.

Nun hiess es abwarten, ob wir in die Finalrunde einziehen dürfen. Und tatsächlich, als der Speaker die nächsten Partien bekannt gab, waren wir als die 2-besten Gruppenzweite wieder dabei. Sackstark, dass wir uns nochmals zurückmelden konnten!

Das erste Finalspiel war eigentlich das Wichtigste, denn hier wird der Finalgruppe gesplittet. Die Gewinner spielen um die ersten 4 Plätze die Verlierer um Platz 5-8. Unser Gegner war exakt der gleiche, welchen wir im letzten Jahr als letzte Mannschaft vorgesetzt bekommen und diesen mit ca. 10 Bällen Unterschied nach Hause geschickt haben. Dies gab uns Zuversicht. Aber eben, letztes Jahr spielten wir wie im Rausch. Heuer sah's ein wenig anders aus. Wir kamen einfach nicht ins Rollen. Bis zur Halbzeit stand's noch Unentschieden. Danach jedoch brachen wir ein, leider. So verloren wir dieses Spiel relativ deutlich und auch die Motivation war weg. Mit hängenden Köpfen versuchten wir unseren Schmerz an der Bierbar zu ersäufen. So verpassten wir noch fast unseren letzten Match. Nach mehrmaligem Auffordern durch den Platzspeaker mussten wir noch mit dem Becher in der Hand zum Platz eilen. Als wir uns formiert hatten, war bereits auch schon wieder Halbzeit. Danach nahmen wir's nicht mehr wirklich ernst. Somit war die Niederlage eine klare Schlussfolgerung. Dank unserem verspäteten Erscheinen hielt sich das negative Resultat jedoch in Grenzen.

Die Rangverkündigung war dann doch noch versöhnlich, da wir anstatt dem erwarteten 8. Platz doch noch 7. von 30 Mannschaften geworden sind. Rückblickend muss man sagen, ohne den 2. Platz im Vorjahr wäre dies eine Superplatzierung. Nun waren wir jedoch ein wenig verwöhnt. Trotzdem war es stark zu sehen, wie wir uns nach der Niederlage wieder aus eigener Kraft ins Rennen zurückgebracht haben. Der Rest zeigt vermutlich die wahren Kräfteverhältnisse wie sie im Normalfall halt einfach sind.

Mit einer guten Musikgruppe und einem klasse Feuerwerk wurde der Anlass gebührend abgeschlossen. Es braucht nicht weiter ausgeführt zu werden, dass wir genug Grund hatten, um noch ein wenig weiter zu feiern. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann bechern sie noch heute…