Turnfest Andwil, 18./19. Juni 2005

 

-- by Markus Hallauer

Sehr sonnig und heiss präsentierte sich das Wetter in Andwil. Sehr sonnig und heiss wollte sich auch der KTV Oberriet in Szene setzen. Der Aufmarsch unserer Riege war allemal beeindruckend. Ueber 60 Athlet(inn)en nutzen das sportliche Angebot. In den Sparten Wahlmehrkampf, Sektionswettkampf und Netzball versuchten wir die Farben unseres Vereins so gut als möglich präsentieren zu können. Rückblickend darf ohne falschen Stolz gesagt werden, dass sich der KTV Oberriet wieder einmal von seiner besten Seite gezeigt und sich so manchen Neid von der Konkurrenz zugezogen hat. Aber alles der Reihe nach:

Sektionswettkampf

Der Sektionswettkampf gliederte sich in 3 Teile. Wir starteten hier in der 2. Stärkeklasse, was eine durchschnittliche Mindestbeteiligung von 23 Personen je Wettkampfteil bedeutet. Im ersten Teil wurde die Pendelstafette mit 20 Personen bestritten. Auffallend war der enorme Gegenwind, welcher der eine Teil der Läufer zu kämpfen hatte. So musste im letzen Moment noch die Mannschaftsaufstellung geändert werden, damit unsere Leichtgewichte nicht vom (Gegen)winde verweht wurden. Bei den Wechseln wurde nun Fingerspitzengefühl verlangt, bestand doch die Gefahr, dass sich bei diesen unterschiedlichen Verhältnissen Wechselfehler einschleichen könnten. Leider gelang dies nicht allen und wir mussten uns einen Fehler ankreiden lassen. Trotzdem erreichten wir eine sehr gute 8.99er-Note.

 


Wechselfehler oder nicht?!?

Das Pendelstafettenläufer(innen)
Gleichzeitig startete die Ballstafette. Diese Disziplin war ein Novum und beraubte uns schlussendlich auch den Turnfestsieg. Das Punktemaximum lag bei einer Laufzeit von 2 Minuten. Im Training brachte man die Zeit im besten Fall auf eine Note von 9.00. Beim Wettkampf nun steigerte sich das Team enorm. Mit der erreichten Laufzeit war man haarscharf am Punktemaximum. Nun aber das Debakel. Wir bekamen eine Zeitstrafe von 28 Sekunden!!! Im Vorfeld zu dieser Disziplin hatte man das Reglement zu wenig genau studiert. So wurde regelmässig während dem Wettkampf eine Markierung übertreten, welche tabu hätte sein sollen. Tja, so resultierte nur noch eine Note von 7.73.

 

Im 2. Teil wurde der Kettenlauf ausschliesslich von der Damenriege bestritten. Hier wurden die Reglemente genauer studiert. Ohne Fehler und mit merklich trainierten Damen wurde eine sehr gute 8.88. Leider blieb die Runde für die Schnapszahl aus. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden… Das Kugelstossen bestritten wir mit 9 Turner(innen). Von den 5 startenden Frauen warfen Moni Gschwend, Fränzi Eugster und Claudia Hasler über die Bestnote 10 hinaus!!! So ergab dies unsere Tagesbestnote von 9.22. Im Weitsprung brillierte einmal mehr unser Trainingsmuffel Thomas Dux. Mit einer Weite von 6.20 m sprang er nahe an die "10" heran. Mit Roman Zäch (5.91 m) haben wir endlich wieder jemanden, welcher an der magischen 6.00 Meter-Marke kratzen kann. Auch hier gabs eine gute 8.75.

 


 


 


Gerüchten zufolge, sei das Ballstafettenteam bereits jetzt wieder am trainieren um ihren Lapsus wieder gut zu machen...

Die Damenriege nach dem Kettenlauf

Die Kugelstossmannschaft - ob ihnen die höchste Punktzahl wohl etwas den Kopf verdrehte... hallo, hier ist die Kamera, gell Moni!

Impressionen vom Weitsprung


Raphael Tiefenauer, Samuel, Bettina, Jenny, Thomas und Roman beim Weitsprung

Impressionen vom Kugelstossen


Raphael Ammann, Fränzi, Moni, Markus Mattle, Claudia, Markus Hallauer, Dolores, Rico und Tamara beim Kugelstossen, wo die KTVler die höchste Note erzielten.


Die Weitspringer/innen

Der letzte Block wurde mit dem Schleuderball eröffnet. Die Note 8.60 sieht im ersten Moment eher durchschnittlich aus. Jedoch musste man hangaufwärts(!?!) werfen. Bei der Disziplinenwahl im Vorfeld dieses Turnfestes wusste man natürlich nichts von dieser sehr interessanten Eigenschaft. Deshalb muss man diese Note etwas relativieren. Auch der 1000m-Lauf gestaltete sich sehr eigenartig: coupiertes Gelände und einen Wendepunkt nach 500m. Nichts desto trotz liefen unsere Cracks anhand der Schwierigkeit tolle Zeiten. Markus Wenk beendete den Lauf in einer sehr guten 2:48er-Zeit. Und gerade nur 9 Sekunden nach dem Sieger läuft ein graumelierter Herr ein, welcher im nächsten Jahr seinen 50. Geburtstag feiert. Unglaublich, was dieser Roman Mattle noch zu leisten im Stande ist. Grösste Anerkennung für dein Gezeigtes, Roman! Die Note im 1000m-Lauf: 8.93.

Als letztes war noch der Hochsprung anstehend. Nochmals liefen die Athlet(inn)en zu Hochform auf. Thomas Dux knallte bei 1.55 m anstatt über die Latte an den Ständer (einen Schaden mehr oder weniger spielt eh keine Rolle mehr…). So verspielte er sich noch einen Versuch über 1.85 m und blieb bei 1.80 m stehen. Ebenso 1.80 m überquerte Raphael Tiefenauer. Unser Nachwuchstalent scheiterte leider 3x knapp an der nachfolgenden Höhe. Mit 1.45 m holte Fränzi Eugster die Bestnote 10! Somit ergab sich hier eine tolle 9.19.

Total Punktzahl: 26.55 ' 2. Platz in der Stärkeklasse 2 und drittbeste Note gesamthaft!!

 


Das Hochsprungteam

Wahlmehrkampf

Beim Wahlmehrkampf durfte man aus 12 Disziplinen max. 5 auswählen. Die besten 4 Wertungen wurden gezählt. Während die Männerriege den Wahlmehrkampf bereits am Samstag hinter sich brachten, musste die Damen- und Aktivriege am Sonntagmorgen früh nochmals in die Hosen steigen. Für einige war es mehr ein Kampf mit sich selbst als gegen die Zeit. Lag doch ein strenger Abend hinter ihnen. An dieser Stelle sei ein riesiges Lob an alle Wahlmehrkämpfer gerichtet. Egal in welcher Verfassung man auch war, jeder hat diesen Wettkampf bestritten. Dies zeigt den tollen Charakter dieses Vereins. Super Sache…

Wir durften erfreulicherweise 3 Podestplätze bejubeln. Moni Gschwend holte in der Kategorie bis 19 Jahre den tollen 3. Platz. Den Grundstein für den Erfolg legte sie in der Wurfdisziplin, in welcher sie mit 43.74 m und den daraus resultierenden 97 Punkte knapp am Maximum vorschrammte. Interessanterweise wurde diese Kategorie von Kerstin Dietsche gewonnen, welche wohl beim KTV Oberriet trainiert, jedoch für den KTV Kriessern gestartet ist. Herzliche Gratulation beiden Frauen.

Thomas Dux erreichte mit nur 1 Punkt Abstand zum Sieger den 2. Platz! Mit einer glatten 100 im Weitsprung (6.29 m) lernte er der Konkurrenz das Fürchten. Leider war Disziplinenwahl mit dem Seilspringen wohl nicht die Beste. Hier vergab der junge Mann den Sieg in der Kategorie 20 - 29 Jahre. Trotzdem hat er sein persönliches Turnfestziel erreicht, durfte er doch die Ehrendamen küssen…

Als Turnfestsiegerin in der Kategorie 20 - 29 Jahre dufte sich Claudia Hasler feiern lassen. Mit einer glatten 100 im Seilspringen und tollen 95 (Schleuderball, 34.59 m) und 97 (Wurf 43.77 m) ergänzt mit einer 85 (Kugel, 10.41 m) ergab dies ein Total von fast unglaublichen 377 Punkte. Die absolut höchste erreichte Punktzahl des gesamten Turnfestes!! Hut ab vor dieser tollen Leistung!


Dritter Rang von Moni Gschwend



Dux, am Ziel seiner Träume, die Ehrendame steuert auf ihn zu...
Ob er echt noch weiche Knie hat?


Gold medal and turnfest champion... CLAUDIA HASLER

Weitere Medalliengewinner:

Herren 20 - 29 Jahre
8. Markus Wenk 333 Punkte

Herren 30 - 39 Jahre
16. Raphael Ammann 315 Punkte
16. Markus Mattle 315 Punkte
23. Remo Gächter 306 Punkte

Frauen 1 - 19 Jahre
4. Jenny Baumgartner 326 Punkte

Frauen 20 - 29 Jahre
6. Fränzi Eugster 316 Punkte
7. Tamara Benz 315 Punkte
8. Denise Haltiner 308 Punkte
16. Bettina Brönimann 287 Punkte

 

Netzball

Nicht in Andwil, sondern in Gossau musste die Damenriege mit ihren Netzball-Spezialistinnen antreten. Gleich 2 Mannschaften wurden gemeldet. Insgesamt waren 12 Mannschaften am Start. Gespielt wurde in 3 4-er Gruppen. Durch konstant gute Leistungen das ganze Jahr hindurch, haben sich die KTV-Damen mittlerweile einen Namen gemacht. Dieses galt es hier umzusetzen. Beide Mannschaften starteten beachtlich und mit ein bisschen mehr Glück, wäre der ganz grosse Coup dringelegen. So jedoch wurden beide Mannschaften Zweitplatzierte in ihrer Gruppe und durften nicht mehr im grossen Finale mitkämpfen. Für sie ging es nun um die Plätze 4 - 6. Hier gab's ein Durchmarsch, so dass am Schluss die sehr erfreulichen Plätze 4 und 5 herausgespielt wurden.

Vor diesem Hintergrund muss man den verantwortlichen sportlichen Riegenleitern Sabina Bösch und Remo Gächter eine sehr gute und konsequente Arbeit attestieren. Was dem Beobachter ebenfalls sehr erfreulich aufgefallen sein dürfte, war die grosse Anzahl neuer und junger Mitglieder. Nach jahrelanger Durststrecke aus dem Jugibereich, scheint die Ueberführung in die Aktiv- resp. Damenriege endlich zu klappen. So darf zuversichtlich und erwartungsvoll in die nächsten Jahre geblickt werden.