Laui-Stafette, 6. März 2005

 

--by Markus Wenk

Der KTV Oberriet startet zum ersten Mal an der Laui-Stafette in Reichenburg

Die Laui Stafette 2005 fand gemäss Veranstalter bei so viel Schnee statt wie noch nie. Auch am Wettkampftag selbst schneite es fast non-stop. So konnten nicht einmal die geplanten Helikopterflüge zum Start der Langläufer und Skifahrer durchgeführt werden. Die Laui Stafette besteht aus den folgenden sieben Streckenabschnitten: Startlauf, Bike, Berglauf, Langlauf, Skifahren, Tallauf, Schlusslauf, wobei der Start- und der Schlusslauf von der gleichen Person bestritten wird.

Der KTV Oberriet war mit folgender Mannschaft vertreten:


v.l.n.r.: Roman Mattle (Berglauf), Markus Walt (Bike), Stefan Ammann (Ski), Christian Wenk (Tallauf), Markus Wenk (Langlauf), Thomas Meier (Start- und Schlusslauf)

Thomas Meier als Startläufer musste eine 4 km lange relativ flache Strecke zurücklegen. Von Beginn an ging es gehörig zu Sache, waren doch mit Menghesa Feysy, Altstätter Städtlilaufsieger 2004, und anderen nationalen Topläufer einige Cracks am Start. "James" stellte seine momentan ausgezeichnete Form erneut unter Beweis und kam als achter von der Startstrecke zurück, nicht einmal 40 Sekunden hinter der Spitze.

Nun konnte Markus Walt auf dem Bike durchstarten. Er hatte 2 Runden à 3Kilometer über schneebedeckte Wiesen und Strassen zurückzulegen. Auch hier war die Konkurrenz gespickt mit nationalen Topbikern. So wurde die Streckenbestzeit von Michi Baumgartner aufgestellt, einer der Besten Schweizer Radquer Fahrer und WM Teilnehmer 2005. Markus fuhr eine sehr gute erste Runde und musste dann in der zweiten Runde zwar etwas für seinen Effort büssen, aber insgesamt war es eine ausgezeichnete Leistung, verlor er doch nicht einmal 3 Minuten auf die Spitze.

Jetzt war die Reihe an Roman Mattle. Mit 15 und 18mm langen Nägeln an den Nagelschuhen machte er sich auf den Weg der Berglaufstrecke. Diese führte 665 Höhenmeter den Berg hinauf und war 3.8km lang. Die ganze Strecke war tief verschneit und dementsprechend anstrengend. Roman liess sich dadurch aber nicht beirren und zeigte, dass er auf solchen Strecken immer noch weit vorne mitlaufen kann. Er legte die zwölftschnellste Zeit in den Schnee.

Markus Wenk übernahm nun den Bändel und lief mit den Langlaufskis loss. Die Langlaufstrecke, das war im Vorfeld eine Unbekannte und es hiess in der Ausschreibung "sehr steiler Mittelteil" doch was heisst das? Markus ging mit einigen verschiedenen Steigwachsen bewaffnet ins Startgelände und versuchte, die richtige Mischung zu finden. Doch die ultimative Lösung fand er nicht, aber die sah er dann bei den anderen Langläufern. Diese klebten schlichterhand Felle an die Langlaufskis. So konnten sie natürlich jede noch so steile Steigung im Diagonalschritt meistern und mussten nicht "tänneln". Klar wären da Nachteile beim gleiten, wenn es flach ist, doch diese Strecke ist ganz und gar nicht flach. Markus ging also ohne Felle auf die Strecke und versuchte sein Bestes. In den steilen Abschnitten, verlor er zwar schon ziemlich Zeit, aber in den etwas flacheren Passagen konnte er gut mithalten. Schlussendlich resultierte die 19. Abschnittszeit.

In dichtem Nebel übernahm Stefan Ammann oben auf dem Berg den Bändel von Markus. Weil der Helikopterflug nicht stattfand, musste Stefan den Weg zum Start zu Fuss und die Skis schulternd zurücklegen. So war er und mit ihm viele weitere Skifahrer gut und gerne 2 Stunden zu Fuss unterwegs. Den obersten Streckenteil konnten sie beim Hinauflaufen gleich noch "trämpelen" weil dieser Abschnitt zu steil für das Pistenfahrzeug war. Hinunter ging es dann mit Vollgas und als Zeit resultierte die zweitschnellste Zeit, fast mehr als 30 Sekunden vor dem dritten bei einer Fahrzeit von gut 2min30s. Konnte das stimmen? Wohl kaum und es stellte sich heraus, dass da bei der Zeitmessung wohl ein Fehler passierte und er um eine Minute zu schnell klassiert war. Aber das hinderte uns nicht daran auf einen tollen zweiten Abschnittsrang anzustossen.

Ganz hinunter ins Tal lief dann Christian Wenk. Die herausgefräste Schneespur hinuter nach Reichenburg war teilweise sehr steil. Christian liess sich dadurch nicht beeindrucken und liess es laufen. Die 560 Höhenmeter und 2.5km lange Strecke legte er mit Volldampf zurück und es resultierte die siebtbeste Zeit. Im Übergaberaum in Reichburg, wo auch viele Schaulustige weilten, wartet bereits Thomas Meier. Er musste nochmals ran und den letzten Kilometer absolvieren.

Auf dem guten 11. Rang lief das Team KTV Oberriet über die Ziellinie. Im Ziel wurde dann viel über die Geschehnisse auf den einzelnen Etappen erzählt und Anekdoten festgehalten. Es hat allen einen Riesenspass bereitet bei dieser doch etwas speziellen Stafette teilzunehmen und für das nächste Mal in 2 Jahren zählen wir dann nicht mehr ganz zu den Greenhorns und wissen, wie es abläuft.

Weiter Infos und Resultate: www.laui.ch